Ausbildungsplatz 2019

Auch in diesem Jahr bieten wir jungen, motivierten und pferdebegeisterten Leuten einen Ausbildungsplatz zur/zum Tiermedizinischen Fachangestellen. Euch interessiert ein abwechselungsreicher und anspruchsvoller Ausbildungsplatz? Ihr seid flexibel, medizinisch interessiert und habt Routine im Umgang mit Pferden? Die Arbeit im Team und die Kommunikation mit anderen Menschen macht euch Spaß?

Dann sendet uns gerne Eure vollständigen Bewerbungsunterlagen, bevorzugt per Mail.

Ständige Impfkommisson empfiehlt: Pferde gegen West-Nil-Fieber impfen!

Für Pferde in den bereits betroffenen Gebieten (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bayern und Sachsen-Anhalt) sowie solche, die an Sportveranstaltungen in dieser Regionteilnehmen sollen, empfiehlt die StIKo Vet die Impfung gegen das West-Nil-Fieber.

 Die Grundimmunisierung sollte vor Beginn der Mückensaison im nächsten Mai abgeschlossen sein.

Laut StIKo-Stellungnahme sei davon auszugehen, dass das Virus sich in den kommenden Jahren noch weiter ausbreiten wird. Je nachdem, wie sich das Seuchengeschehen entwickelt, sei mittelfristig eine flächendeckende Impfung aller Pferde im Bundesgebiet anzustreben.

Stellungnahme der StIKoVet: https://svg.to/wnv

Quelle: Der PraktischeTierarzt 99 Heft 12/2018 Seite 12224

West-Nil-Virus Erkrankung – Was ist das?

Wie kann sich mein Pferd infizieren?

Quelle der Infektion sind infizierte Zugvögel. Das Virus kann durch einen Mückenstich auf unsere Pferde übertragen werden. Einmal infiziert wandert das Virus dann über die Blutbahn in das zentrale Nervensystem (Hirn- und Rückenmark) und löst dort eine Entzündung aus. Die daraus resultierenden neurologischen Symptome können sehr schwer bis tödlich sein.

An welchen Symptomen kann ich eine Infektion mit dem West-Nil-Virus erkennen?

Die Symptome treten in der Regel 3-15 Tage nach einer erfolgten Infektion auf. Sie können zum Teil sehr unspezifisch sein und sich wie eine „Grippe“ durch Fieber, Mattigkeit und Appetitlosigkeit äußern.Spezieller und alarmierend sind die Symptome die das Nervensystem betreffen. Das können Sehstörungen, abnormale Kopfhaltung,unsicherer Gang, Umherwandern, Festliegen, Muskelzucken, teilweise Lähmungen oder Krämpfe sein.
Da auch andere Infektionskrankheiten zu ähnlichen Symptome führen, ist eine eindeutige Diagnose nur durch Laboruntersuchungen möglich.

Ist eine West-Nil-Erkrankung heilbar?

Ein Medikament gegen eine erfolgte Virusinfektion gibt es nicht. Auch eine Impfung ist nach Ausbruch der Krankheit nicht mehr möglich. Leicht erkrankte Pferde können jedoch die Virusinfektion mit ihrem eigenen Immunsystem bekämpfen. Den Pferden kann durch eine symptomatische und unterstützende Therapie dabei geholfen werden. Schwere Fälle enden leider oft mit dem Tod des Pferdes oder es bleiben bei Überlebenden lebenslang schwere Schäden zurück.

Wie kann ich mein Pferd vor einer Infektion mit dem West-Nil-Virus schützen?

Den besten Schutz bietet eine Impfung. Die Grundimmunisierung erfolgt durch zwei Injektionen im Abstand von vier bis sechs Wochen. Die Wiederholungsimpfung muss alle zwölf Monate durchgeführt werden. Begleitend sollten Maßnahmen ergriffen werden um die Mückenexposition weitestgehend zu minimieren.

Für weitere Informationen sprechen Sie unser Praxisteam an!

Wie füttere ich mein Pferd diesen Winter richtig?

Der Herbst neigt sich langsam dem Ende und der Winter steht sogleich schon vor der Tür

Viele Pferde- und Stallbesitzer gehen mit einem mulmigen Gefühl in die Wintersaison. Durch die langanhaltende Dürreperiode im Sommer konnte nicht genug Ertrag von Heu und Stroh in die Hallen eingelagert werden.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige pferdegerechte Futtermittel vorstellen, die einen Teil der fehlenden Heuration ersetzen können. Insbesondere möchten wir auch auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von leicht- und schwerfuttrigen Pferden hinweisen.

Die vorhandenen Raufuttermittel sollten der Leistung des Pferdes bzw. Ponys entsprechend angepasst sein, um eine Überfütterung  zu vermeiden. Die empfohlene Tagesration von Raufutter beträgt bei einem Pferd rund 1,5 bis 2 kg Heu pro 100kg Körpergewicht, oder aber bei feuchterer Heulage 2,5 kg pro 100kg Körpergewicht (kurz: KGW). Diese Tagesration kann den meisten Pferden in der kommenden Wintersaison leider nicht zur Verfügung gestellt werden, weswegen das Raufutter durch weitere rohfaserreiche Futtermittel ergänzt werden muss.

Neue Konzepte für ein optimales Fütterungsmanagement müssen also her. Beispielsweise kann man das Heu in Heunetzen, besser aber noch in Heuraufen (mit Gitter versehen) anbieten, so sind  die Pferde über einen längeren Zeitraum mit der Futteraufnahme beschäftigt. Zusätzlich wird das Vermischen mit der Einstreu  oder zu hastiges Fressen (Gefahr von Schlundverstopfung!) vermieden.

Bei leichtfuttrigen bzw. übergewichtigen Pferden und Ponys kann ein Teil der Heu- bzw. Heulageportion durch Getreidestroh ersetzt werden. Die empfohlene Tagesration kann bis zu 40% aus Getreidestroh bestehen – das entspricht also einer Kombination aus 1,2 kg Heu pro 100kg KGW und 0,5kg Stroh pro 100kg KGW. Um einer Verstopfungskolik entgegen zu wirken, sollte man die Pferde und Ponys langsam an Stroh gewöhnen. Ebenso muss für eine ausreichende Bewegung des Tieres und einer uneingeschränkten Wasseraufnahme gesorgt werden. Das Stroh sollte nur in Kombination mit Heu- oder Heulage gefüttert werden. Da das Stroh im Vergleich zu Heu bzw. Heulage energie- und proteinärmer ist, sind eventuell Ergänzungen von Aminosäuren, z.B. durch Sojaextraktionsschrot (50 bis 100 g/600 kg KGW) notwendig.

Um das vorhandene Stroh als Futtermittel nutzen zu können, empfiehlt es sich, auf andere Einstreumaterialien wie z.B. Leinenstroh, Hobelspäne oder Miscanthus zurück zu greifen. Bei Pferden mit Atemwegsproblemen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass auch das Stroh staubarm und von guter Qualität ist.  Optimalerweise sollte auch dieses gewässert oder bedampft werden

Bei schwerfuttrigen Pferden kann man auch auf Maissilagen zurückgreifen, falls durch eine kombinierte Rinder- und Pferdehaltung diese zur Verfügung steht. Maissilagen sollten grundsätzlich nur frisch vom Silo verfüttert werden, da es sonst durch Vermehrung von Hefen zu Gaskoliken kommen kann. Die Silage kann täglich bis zu 1kg pro 100kg KGW gefüttert werden – das entspricht also einer Kombination aus 1kg Heu oder Heulage pro 100kg KGW und 1kg frischer Maissilage pro 100kg KGW. Da Maissilagen zwar energiereich, aber proteinarm sind, sollte über eine Proteinergänzung wie z. B. Sojaextraktionsschrot nachgedacht werden.

Trockengrünprodukte wie Heu-, Luzerne- oder Maiscobs und Grünmehlpellets können ebenfalls ein Teil der Heu- bzw. Heulageportion ersetzen. Ein täglicher Ersatz von 40-50% stellt somit eine gute Alternative zu Heu dar. Die Beschäftigungsdauer von Cobs ist zwar nicht vergleichbar mit Heu oder Heulage, allerdings stellen sie ein angemessenes Futtermittel für die empfindliche Darmflora der Pferde dar.

Die Leckereien Möhren, Rote Beete und Rüben können bei gesunden und normalgewichtigen Pferden ebenfalls einen Teil der knappen Heureserven kompensieren.  Dabei ist zu beachten, dass Möhren in Gänze und Rote Beete, sowie Rüben in Hälften gefüttert werden. Zu klein geschnittene Leckereien können zu Schlundverstopfungen führen.  Bei einem gesunden Pferd z.B. 600kg KGW können täglich Möhren, Rote Beete oder Futterrüben bis zu 10kg und Zuckerrüben bis zum 5kg gefüttert werden.

Bei getrockneten Rübenschnitzel sollte drauf geachtet werden, dass leichtfuttrige Pferde unmelassierte Rübenschnitzel, nach Herstellerangaben, zubereitet bekommen. Bei schwerfuttrigen Pferden können auch melassierte Rübenschnitzel verwendet werden. 0,2-1kg (trocken gewogen) können täglich gefüttert werden, insbesondere auch bei Heu-Strohkombinationen.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass bei reduzierter Heufütterung auch die Versorgung mit Mikronährstoffen geringer ist. Daher sollte ein entsprechendes Ergänzungsfuttermittel (Mineralfutter) nicht fehlen. Um Überdosierung zu vermeiden empfiehlt es sich, vor allem bei der Selenergänzung, die Versorgung durch ein Blutbild kontrollieren zu lassen.

 

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung,

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Praxisteam

 

Quelle: PD Dr. med. vet. Ingrid Vervuert „Raufutterversorgung bei Pferden in Zeiten knapper Heu-bzw. Heulagevorräte“  http://www.gpm-geva.org/gpm-geva/public/aktuell/Heufuetterung-2018.pdf, 19.11.2018

 

 

 

ECS-Diagnostik Gutschein-Aktion für Pferdehalter 2018

Vom 15. August bis zum 30. September 2018 können Sie sich wieder unter folgendem Link: https://www.cushing-hat-viele-gesichter.de/ einen Gutschein für eine kostenlose Blutuntersuchung herunterladen. Die Firma Boehringer Ingelheim übernimmt dadurch die Laborkosten für den notwendigen Test. Als Pferdebesitzer tragen Sie lediglich die Tierarztkosten für den Besuch, die Blutprobenentnahme und den Probenversand.

Schönes Wetter für jeden? Trockenes Frühjahr reizt die Atemwege vieler Pferde.

Vielleicht haben Sie es in Ihrem Stall auch schon bemerkt? In diesem Frühjahr und Sommer haben unsere Pferde vermehrt mit Atemwegsproblemen zu kämpfen. Was für uns tolles Sommerwetter ist, bedeutet für unsere Pferde durch die Trockenheit und Hitze eine vermehrte Belastung  mit Staub, Pollen und Sporen. Aus gegebenem Anlass finden Sie hier einen Artikel zum Thema Atemwege aus der Zeitschrift PFERDE fit & vital.

[gview file=“https://dr-mengeler.de/wp-content/uploads/2018/06/PFV-Artikel-Endlich-aufatmen.pdf“]

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus: Pferde fit&vital 02/2017

Zeitgemäße (Selektive-) Entwurmung

Neue Möglichkeiten der modernen Wurmbekämpfung beim Pferd

Aufgrund einer bereits vorhandenen und weiter fortschreitenden Resistenzentwicklung gegen diverse Entwurmungsmittel beim Pferd wird dringend empfohlen das Parasiten-Management in den Pferdebeständen zu überdenken.

Drei der häufigsten Probleme der bisher häufig durchgeführten „strategischen“ Entwurmung (vier mal jährlich mit wechselnden Präparaten) sind u.a.:

  • Oft zu häufiges Entwurmen von Pferden mit geringer Wurmeierausscheidung
  • Regelmäßiges Entwurmen ohne Kontrolle der Wirksamkeit
  • Entwurmung ohne Kenntnis des Infektionsdruckes im Bestand

Was bedeutet Zeitgemäße (Selektive-) Entwurmung?

Durch fortlaufende Kotproben-Untersuchungen wird jedes einzelne Pferd im Bestand auf Wurmbefall untersucht. Je nach Befund wird es anschließend  der Gruppe der niedrigen oder hohen Eiausscheider zugeordnet. Die Ergebnisse werden dokumentiert und dem Pferdebesitzer mitgeteilt. Aufgrund der Gruppenzuordnung ergibt sich die Entscheidung über die weiteren Maßnahmen.

Welche Vorteile bietet die Zeitgemäße (Selektive-) Entwurmung?

  • Geringere Belastung der Pferde mit Wurmkuren, weil durch genaue Diagnostik nur dann entwurmt wird, wenn es auch notwendig ist
  • Anregung des Immunsystems durch geringe Belastung mit Endoparasiten
  • Kenntnis über den Infektionsdruck im Bestand
  • Identifizierung der hohen Eiausscheider und konsequente Behandlung dieser Pferde
  • Dadurch langfristige Senkung des Infektionsdrucks im Bestand und Reduktion der Weidekontamination
  • Vermeidung, bzw. Verlangsamung der Resistenzbildung
  • Mittel- bis langfristig Kostenersparnis
  • Schonung von Pferd, Natur und Umwelt durch geringeren Medikamenteneinsatz

Kann ich als einzelner Einstaller auch an dem Verfahren teilnehmen?

Je mehr Pferde eines Bestandes oder idealerweise der ganze Bestand an der Zeitgemäßen (Selektiven-) Entwurmung teilnehmen, desto schneller und effektiver machen sich die Vorteile bemerkbar. Aber auch für Einzelpferde ist es möglich, diese Methode anzuwenden und von den Vorteilen zu profitieren.

Weitere Infos siehe auch unter AKTUELLES https://dr-mengeler.de/endoparasiten-alles-richtig-gemacht/

Endoparasiten – alles richtig gemacht?

Zeitgemäße Selektive vs. strategische Wurmbekämpfung

Eigentlich sind „Würmer“ also Endoparasiten als mögliches Problem für die Gesundheit des Pferdes jedem Reiter oder Pferdehalter bekannt. Unwissenheit besteht oft hinsichtlich der richtigen Strategie der Bekämpfung: wer, was, wann, wieviel und warum….

Viele überlassen die Entscheidung über das „Managment“ einfach dem Stallbesitzer, der wird sich ja wohl auskennen… Daneben spielt oft der Preis des Präparates eine entscheidende Rolle über Einsatz oder Nichteinsatz. Zusätzlich wird ein Präparat oft geteilt („für Ponies reicht die Hälfte…“) und aus Nichtkenntnis des Pferdegewichtes durch nicht angepasste Packungsgröße unterdosiert.

Dies alles sind Fehleinschätzungen, die fatale Folgen haben können: Weiterlesen

Hufrehe – Studie abgeschlossen!

Leidet Ihr Pferd oder Pony an einem akuten Hufrehe-Schub? Dann melden Sie sich umgehend bei unserem Praxisteam! Sollte Ihr Pferd den Einschlusskriterien entsprechen, nehmen wir es gerne in die Studie auf. In diesem Falle sind alle Untersuchungen und Behandlungen Ihres Pferdes für Sie kostenlos. Das Medikament befindet sich noch in der Entwicklung, hat sich aber in vorangegangenen Studien beim Pferd als gut verträglich und wirksam erwiesen.

Bei Fragen und für weitere Infomationen können Sie uns gerne kontaktieren!

 

Leider können wir keine Patienten mehr in die Studie aufnehmen, da diese Studie im Juni abgeschlossen wurde.

 

Natürlich kümmern wir uns weiterhin studienunabhängig um Ihren Rehepatienten.